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Was ich mir zu Weihnachten wünsche

Okay okay. Ich gebe zu, dass dieser Beitrag jetzt wohl ein bisschen spät kommt für all jene, die schon im November alle Geschenke verpackt und mit hübschen Schleifen versehen haben (ein grosses Bravo, ihr seid wahre Vorbilder!). Aber was Geschenke angeht, war ich schon immer ein bisschen spät dran. Ich war das Kind, das sich eine Stunde vor der Weihnachtsfeier noch völlig gestresst ins Kinderzimmer eingesperrt hat, um noch alle Geschenke (und es waren bei mir immer sehr viele, da ich von Herzen gerne schenke) einzupacken, während die anderen bereits Weihnachtskekse genascht und den Christbaum mit der goldenen Spitze gekrönt haben.

www.wyssu.net
Bild von Urs Wyss
Die Weihnachtszeit war für mich immer eine der aufregendsten und schönsten im ganzen Jahr. Meine Schwester und ich haben bereits im Oktober damit begonnen, unter der Anleitung unserer Mama die Weihnachtsgeschenke für Grosseltern und Gotti und Götti (die Patentanten und -onkel) zu basteln. Im November begann dann die Weihnachtskekse-produktion. Zimtsterne, Vanillekipferl, Mailänderli, Rosinenhöckli, Spitzbuben und noch so einige mehr! Am Heiligabend dann klopfte mir mein Herz immer bis zum Hals, denn das war DER Tag im Jahr! Mein Vater, meine Schwester und ich (sofern ich nicht gerade Guetzli stibitzte oder eben noch Päckli einpacken musste) schmückten unsere riesige Weihnachtstanne. Jedes Jahr wünschte sich Mami einen kleineren Baum, jedes Jahr wurde er noch grösser. Ich glaube, der höchste Christbaum, den wir hatten, war etwas über vier Meter hoch.
 
Die Schmückerei dauerte Stunden! Vermutlich aber auch deshalb, weil mein Vater jede von mir aufgehängte Kugel umhängen musste. Ihr müsst wissen, so geschickt (bilde ich mir auf jeden Fall ein) ich mit Nadel und Faden umgehen kann, so untalentiert bin ich, was dekorieren angeht. Das bezieht sich auch auf den Weihnachtsbaum. Ich bin ja nicht farbenblind oder so. Wirklich nicht. Aber mich hat die pinke neben der roten Kugel farblich nicht gestört. Aber da war ich mit meiner Meinung allein, also habe ich mich dann über mein mangelndes Talent einfach mit genügend Konfekt hinweggetröstet. Ich war ein wirklich pummeliges Kind.
 
Wenn ihr meinen Blog regelmässig lest, dann wisst ihr, dass mein Vater Weihnachten einen Stock höher oben feiert, als wir das tun. Er wird dieses Jahr wohl tausende von Weihnachtsbäumen bestaunen können. Bloss die Zimtsterne, die esse ich alleine. Aber bei jedem davon denke ich an ihn, der jetzt an einem friedlicheren Ort ist. Weil Weihnachten ohne meinen Daddy nicht mehr dasselbe ist, feiern wir in diesem Jahr auch komplett anders. Nur ganz kurz: Wir ziehen uns in eine gemütliche Berghütte zurück, machen ein Feuer, trinken Eggnogg und Glühwein und gehen dann (vielleicht ein kleines bisschen angesäuselt) einen Winterspaziergang machen, bevor wir es bei einem Käsefondue so richtig krachen lassen. Die Bescherung gibt es traditionell amerikanisch in Weihnachtsstrümpfen am Heiligabend am Morgen. Bei einem weiteren Gläschen Eggnogg. Ob ich wohl nach diesem Weihnachten jemals wieder Eggnogg trinken kann?
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Bild von Urs Wyss
Da sowieso alles anders ist in diesem Jahr, haben wir auch die Geschenketradition neu geregelt. Wir besinnen uns mehr auf's Zusammensein und versuchen, die Weihnachtszeit so harmonisch und stressfrei, was in der Weihnachtszeit ein Synonym für "geschenkefrei" ist, zu gestalten. Aber andererseits haben ja die Menschen dem Christuskind auch ein Geschenk gebracht. Also halten wir uns ausnahmsweise mal an die Bibel und machen pro Person ein Geschenk. Schliesslich wäre Weihnachten ohne ein einziges Päckchen schon ein kleines bisschen trostlos. Ich liebe Geschenke einfach! Also haben wir Lose gezogen und beschenken nun jeweils einen Menschen aus unserer illustren Runde. Das wird spannend!
 
Wenn es um die Art der Geschenke geht, so bin ich der wohl am einfachsten zu beschenkende Mensch der Welt. Wirklich wahr, fragt meinen Mann. Ich habe an eigentlich allem grosse Freude, ausser an Dekogegenständen. Liebe Menschen, ich weiss, ihr meint es gut mit mir. Aber seht ihr denn nicht, dass ich immer moppeliger und moppeliger werde mit jedem Dekogegenstand? So viel trösten kann ich mich gar nicht, um dieses fehlende Talent wettzumachen. Und trotzdem gebe ich den Versuch nicht auf. Vielleicht ist essen und naschen mein wahres Talent?
 
Nun gut, wieder zurück zum wesentlichen: Weihnachtsgeschenke. Vielleicht gehört ihr ja wie ich in die Sparte Spätzünder und habt noch nicht alle Weihnachtsgeschenke parat. Dann kommt hier mal meine kleine Auflistung dessen, worüber ich mich von Herzen und ganz besonders freuen würde. Vielleicht findet auch ihr etwas Passendes für eure Lieben. Und denkt immer daran, Qualität vor Quantität. Wenn ein Geschenk von Herzen kommt, so muss es nicht viel kosten. Macht euch Gedanken darüber, was eure Lieben so besonders macht und was sie mögen, wendet euch ab von Massenware und Allgemeingeschenken wie Parfüm oder Gutscheinen und ich bin sicher, ihr werdet in's Schwarze treffen!

1. Spenden / Spendengeschenke

Okay, ich gebe zu, dass dies ein aussergewöhnliches Geschenk ist und vielleicht beim Beschenkten im ersten Moment für eine kleine Enttäuschung sorgt. Sind wir es uns doch gewohnt, ein materielles Präsent für uns selbst zu erhalten. Deshalb ist es auch wichtig, zu überlegen, für welches Projekt oder welche Organisation man im Namen des Beschenkten spenden will. Ganz besonders toll ist, dass viele Organisationen dieser ersten Enttäuschung gleich vorbeugen. Immer häufiger gibt es ganz tolle Geschenke zu kaufen, bei denen einen Teil oder sogar der gesamte Erlös der Organisation zu Gute kommen.
Einfach klicken und du gelangst in den Shop.
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Mir persönlich liegen Tiere und die Natur sehr am Herzen. Ich finde es wichtig, dass wir für kommende Generationen Sorge tragen zu unserem Planeten. Eine Zukunft ist wohl das grösste Geschenk, das man jemandem machen kann. Deshalb bin ich seit Jahren Unterstützer des WWF. Wenn ich mir ein Geschenk aus dem WWF-Shop auslesen dürfte, dann wäre es diese tolle Glasflasche, denn ich trinke schon lange nicht mehr aus Plastikflaschen. Diese Soulbottle wäre nicht nur optisch der absolute Hingucker, man macht auch noch täglich etwas Gutes für die Umwelt, in dem man nicht unnötig Plastikmüll produziert.  

Hier klicken um einen Eisbären zu adoptieren!
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Vielleicht noch ein kleines bisschen mehr würde ich mich über eine Patenschaft eines Eisbären freuen. Je älter ich werde, desto wichtiger werden Tiere für mich. Spätestens seit wir unsere beiden Samtpfoten haben, und jap, meine Familie kann bestätigen, dass ich regelrecht süchtig bin nach meinen beiden Süssen, weiss ich, wie seelenvoll Tiere wirklich sind. Und meiner Meinung nach unternehmen wir Menschen viel zu wenig, um sie zu schützen. Schlimmer noch, wir fühlen uns als Rasse überlegen und beuten die Lebensräume dieser Tiere einfach zu unseren Gunsten aus, ohne an die Konsequenzen zu denken. Lasst euch von mir
sagen, wir sind den Tieren definitiv unterlegen. Meine beiden Katzen beweisen mir das jeden Tag. Denn wer steht jeden Tag um sechs auf, rackert sich auf der Arbeit den Allerwertesten ab, um das Leben zu finanzieren, die Steuern und Krankenkassen zu bezahlen, kommt Abends nach Hause, putzt die Wohnung, kocht etwas Gesundes und macht vielleicht dem schlechten Gewissen zu Liebe noch etwas Sport? Ganz sicher nicht meine Katzen. Die schlafen den ganzen Tag, spielen, fressen und lassen sich von uns verwöhnen. Wer ist denn hier nun unterlegen? :-)
 
Wenn du oder der Beschenkte es etwas kleiner mag, dann kann ich die Organisation Vier Pfoten sehr empfehlen! Auch hier kannst du Geschenke aus dem Shop für einen guten Zweck kaufen oder aber Tierpatenschaften lösen - zum Beispiel für Streunerhunde, für Bären, Löwen oder viele andere Tiere.
 
Ganz besonders toll finde ich es auch, ein lokales Tierheim zu beschenken. Dafür am Besten vorher mit dem Tierheim Kontakt aufnehmen und fragen, was am dringendsten benötigt wird. Häufig werden auch gerne Futterspenden angenommen. Besonders persönlich wird das Geschenk, wenn du dann mit dem Beschenkten selbst die Spenden ins Tierheim bringst. So kann er oder sie mit eigenen Augen sehen, wie viel Glück er geschenkt hat.
 
Wenn du eher ein Menschenfreund bist, dann empfehle ich von Herzen eine Spende an Palliative Care. Diese Stiftung schenkt Menschen ganz besonders wichtige Momente. Herzvolle Personen sorgen dafür, dass geliebte Familienmitglieder, die leider nicht mehr lange unter uns bleiben dürfen, die höchstmögliche Lebensqualität bis zum Schluss geniessen dürfen. Kein einfaches Thema, aber durchaus eines, dass sich lohnt, zu unterstützen!
 
Noch ein wunderschönes Projekt, das jede erdenkliche Unterstützung verdient, findest du unter Herzensbilder.ch. Hier ermöglicht ein ganzes Team von herzensguten Feen ein kostenloses Fotoshooting für Familien von schwerkranken, behinderten oder viel zu früh geborenen Kindern. Diese tollen Fotografen/innen schaffen es, den Familien auch in den dunkelsten Stunden wunderschöne Bilder und Erinnerungen voller Liebe zu schenken.

2. Beautyprodukte

Ich geb's zu, das war ein krasser Wechsel. Falls du dir jetzt überlegst, wie ich so wichtige und tiefgründige Spendenprojekte in einen Topf mit Beautyprodukten werfen kann, kommt hier die Erklärung:
 
Ich bin auch nur eine Frau. Ich liebe es, mich hübsch zu machen und zu meinem Stil gehören nunmal rote Lippen in jeder erdenklichen Schattierung und Variation dazu. Ein Unternehmen, das meinen Bedürfnissen voll und ganz gerecht wird, ist exurbe cosmetics. Da kriege ich all meine wohlklingenden Lippenstifte mit Namen wie "Scarlet" (hihi, der war ja wohl ein Muss für mich, schon alleine des Namens wegen), "Moulin Rouge" und "Love Train". Aber auch meine sonstigen Produkte wie Lidschatten kommen vorwiegend von diesem Schweizer Unternehmen. Denn mal abgesehen davon, dass die Lippenstifte herrlich pflegend sind und die Lidschatten wunderbar duften, sind sie alle vegan und ohne Tierversuche hergestellt. Für mich ein absolutes Muss, denn wie gesagt, auch die kleinsten Tierchen haben unseren Schutz verdient.

3. Ein Jahr voll Vintage

 
Wie ich ihre Bilder liebe! Marta ist eine unfassbar begabte Künstlerin, die wahre Kunstwerke erschafft. Wie sie das macht, könnt ihr gleich auf ihrer Seite selbst nachlesen, denn ich könnte das niemals korrekt wiedergeben. Ich hab mir meinen Kalender auf jeden Fall schon bestellt und freue mich unglaublich, von ihren Bildern durchs kommende Jahr begleitet zu werden!

4. Für alle DIY-Queens

Ich gebe mir zwar immer allergrösste Mühe, regional oder zumindest national einzukaufen - auch bei Geschenken - aber für dieses aussagekräftige T-Shirt mache ich nur zu gerne eine Ausnahme. Ich fühle mich nicht nur angesprochen durch dieses Print, es fühlt sich sogar so an, als ob das T-Shirt extra für mich gemacht worden wäre. Da hat Steffi von Poppy Ray voll in's Schwarze getroffen, denn ich bin mir sicher, dass es jeder Selfmade Lady genau so geht. Und deshalb ist dieses tolle Teil eben nicht nur als Kleidungsstück geeignet, sondern ist ein wahres Statement! Wenn ich keines zu Weihnachten kriege, dann bestelle ich mir selbst eins.

5. Schmuck

Neeeein, das ist eben nicht langweilig und einfallslos! Zumindest nicht, wenn man den Schmuck gezielt und mit Liebe kauft. Denn dann wird jedes Schmuckstück zu einer Erinnerung an einen geliebten Menschen! Jedes Mal wenn man das Schmuckstück anlegt, trägt man diesen Menschen bei sich. Ich hab von meinem Mann zu Weihnachten einmal eine wunderschöne Halskette von Fräulein Wildkirsche geschenkt gekriegt. Jedes Mal, wenn ich sie trage, fühle ich mich ganz besonders hübsch und erzähle jedem, der es hören will oder auch nicht, dass diese Kette von meinem Mann für mich ausgesucht wurde. Sie hat mich sogar bis in die Südstaaten begleitet. Und so hat jedes meiner Schmuckstücke eine ganz besondere Geschichte.
Einfach aufs Bild klicken um zu diesen Edelsteinchen zu gelangen!
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Der Schmuck von black & olive wird ganz bestimmt noch viele Geschichten in meiner Schmuckschublade bzw. an meinen Ohren und an meinem Hals schreiben, denn er ist so unglaublich zart und strahlend, dass ich mich auf den ersten Blick in unzählige Wunderwerke verliebt habe! Vielleicht sind ja diese Ohrhänger genau das perfekte Geschenk für deine beste Freundin oder deine Liebste? Dann ist jetzt auch der beste Zeitpunkt, um eine Bestellung aufzugeben, den die liebe Esther von black & olive schenkt euch 10% Rabatt bei einer Bestellung bis zum 31.12.2018. Einfach den Rabattcode "scarlet-rose" (das bin ich *grins*) eingeben!

Hier gehts direkt zu diesem Schmuckstück!
Hier gehts direkt zu diesem Schmuckstück!
Ein weiteres Schweizer Schmucklabel, das mir persönlich am Herzen liegt, ist BALYART. Ich kenne die Designerin persönlich und hatte bereits die Ehre, einige ihrer Schmuckstücke an Shootings tragen zu dürfen (zum Beispiel hier). Selbstverständlich bin ich stolze Besitzerin von einigen ihrer Stücke, doch es gibt noch so vieles, das darauf wartet, den Weg in meine Schmuckschatulle zu finden. Zum Beispiel dieses tolle Armband mit Rosenquarz. Aber man muss sich ja auch noch auf etwas freuen können, nicht wahr? Deshalb träume ich noch ein bisschen von diesen edlen Stücken und erfreue mich an allem, das ich bereits besitzen und mit Stolz tragen darf!
 
Und nun noch das, was ich mir wirklich von ganzem Herzen zu Weihnachten und für's ganze Jahr wünsche: lächelt mehr! Lächelt einander an und schaut zu, wie das Lächeln weitergetragen wird. Tönt kitschig? Jep. Aber habt ihr euch schon mal geachtet, was passiert, wenn ihr auf dem Trottoir einen Passanten anlächelt? Erst ist er vielleicht verwirrt, aber dann lächelt auch er. Und dieses Lächeln schenkt er seinem Nachbarn, den er an der Eingangstüre kreuzt, der trägt es weiter in den Supermarkt und plötzlich lächeln sogar die gestressten Mütter, Väter und die Angestellten, die zur Weihnachtszeit Höchstleistungen vollbringen. Ein Lächeln kann die Welt verändern, deshalb bitte ich euch: schenkt mir ein Lächeln!
 
Herzlichst
 
Scarlet Rose
P.S.: für alle, die noch nicht genügend Geschenketipps haben oder in Deutschland wohnen: Schaut doch bei der lieben Victoria von Vintagemaedchen vorbei, sie hat noch mehr tolle Ideen parat!

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